Gespräche, Science Slam und Jonglage

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Das Wetter war anspruchsvoll. Nur wenige Tage nach dem letztlich doch unerwarteten Wintereinbruch in Bremen lud die „Agentur für Wissenschaftskommunikation, Dr. Jens Kube“ (awk/jk) zur Feier der eigenen Unternehmensgründung in die attraktiven Räume im Coworking-Space Weserwork am Europahafen ein. Bei glatten Straßen und teilweise zum Erliegen gekommenem öffentlichem Nah- und Fernverkehr kein Wunder, dass einige der angekündigten Gäste kurzfristig absagen mussten. Doch was den rund dreißig dem Wetter trotzenden Freunden, Ex-Kollegen, Coworkern und möglichen neuen Geschäftspartnern geboten wurde, war kurzweilig und lohnenswert.

Was ist Wissenschaftskommunikation?

Im Einführungsvortrag bereitete ich das Themenfeld vor. Was ist Wissenschaftskommunikation? Wofür benötigen Wissenschaftler, Journalisten, Politiker und Bürger diesen relativ neuen Berufsstand? Wissenschaftskommunikatoren sind Vermittler von Wissen, von Kontakten und von Möglichkeiten zum Dialog von Wissenschaft und Gesellschaft.

Die Vielfalt der Formate der Wissenschaftskommunikation ist dabei heute beachtlich. Es geht eben um weit mehr, als nur Pressemitteilungen zu schreiben und zu verteilen oder den alljährlichen Tag der offenen Tür einer Forschungsinstitution zu organisieren.

Auflistung der Formate der WissKomm von A bis Z

Formate der Wissenschaftskommunikation

Science Slam und Jonglage

20160105_ScienceSlamMichaelBüker_bkubeDoch genug der Theorie. Eines der beliebtesten Formate der letzten Jahre ist der Science Slam. Michael Büker, erfolgreicher Slammer, Famelabber und Vortragender anderer moderner Formate, begeisterte die Zuhörerschaft mit seiner „Sportreportage“ von der Entdeckung des Higgs-Teilchens am LHC im Jahr 2014. Lernen konnte man dabei auch einiges: Wie funktioniert überhaupt experimentelle Elementarteilchenphysik mit Teilchenbeschleunigern und was bedeutet es, wenn die Physiker von einer Signifikanz von „fünf Sigma“ sprechen und sich dann über eine Entdeckung freuen?

20160105_JonglageSilkeSchirok_bkubeEin ganz anderes Format eines Slam-Beitrages zeigte die Jongleurin Silke Schirok aus Bremen. Schon bei den Highlights der Physik 2011 in Rostock war sie mit ihrer künstlerischen Darstellung der Heisenbergschen Unschärferelation ein Publikumsliebling. Auch bei awk/jk verstand sie, die Gäste in ihren Bann zu ziehen: Mit einer Balljonglage und einem poetisch ausgeklügelten Text visualisierte sie die gleichzeitige Unbeobachtbarkeit von Ort und Impuls eines Teilchens.

Die Zukunft

Bevor sich die Gäste am Buffet stärken konnten, stellte ich das Leitmotto meiner Agentur vor:

Neugierig sein, verstehen, Prioritäten setzen, fertig werden“

In intensiven Gesprächen wurden daraufhin neue Kontakte geknüpft und alte Kontakte wieder aufgenommen. Wie es weiter geht? Dazu demnächst mehr an dieser Stelle.