Erforschung von Universum und Materie

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Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat am 29. Juni 2017 in Berlin das neue Rahmenprogramm „ErUM“ vorgestellt. Mit einem Finanzvolumen von jährlich über 1,5 Milliarden Euro sichert es einen Planungsrahmen für Grundlagenforschung an Großgeräten in den nächsten zehn Jahren. awk/jk war für Redaktion und Gestaltung des Rahmenprogramms zuständig.

Woraus besteht unsere Welt? Wie kann man Lebenswissenschaften und Technik grundsätzlich weiter bringen? Wie entstand unser Universum und sind wir darin allein? Diesen Fragen geht die naturwissenschaftliche Grundlagenforschung an Großgeräten nach. Großgeräte in diesem Kontext sind beispielsweise der große Teilchenbeschleuniger LHC am CERN in Genf, der europäische Röntgenlaser „European XFEL“, der zurzeit in Hamburg in Betrieb genommen wird, oder die Großteleskope VLT, ALMA und ELT der Europäischen Südsternwarte mit ihren Standorten in Südamerika.

Grundlagenforschung erfordert einen langen Atem. Das Smartphone, das heute für viele ein ständiger Begleiter ist, beruht auf Ergebnissen der Grundlagenforschung aus den letzten zweihundert Jahren. Das sieht auch Forschungsministerin Wanka so: „Aus der Grundlagenforschung entstehen Ideen für künftige Innovationen.“

Das Rahmenprogramm Erforschung von Universum und Materie (kurz ErUM) ist das neue zentrale Instrument des Bundesforschungsministeriums, um seine strategischen Leitziele in der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung zu erreichen, nämlich

  • wissenschaftliche Spitzenleistungen zu ermöglichen,
  • Zukunftstechnologien, Energieforschung, Material- und Lebenswissenschaften zu stärken,
  • Innovationskeime durch Forschung als Technologietreiber zu schaffen,
  • Fach- und Führungskräfte für Wissenschaft und Wirtschaft heranzubilden,
  • die Partizipation der Gesellschaft an Erkenntnissen und Erfolgen der Forschung sicherzustellen.

Das Programm agiert in vier Handlungsfeldern: In der „Großgerätelanfschaft“ stellt das Ministerium erstmals den gesamten Lebenszyklus der Großgeräte von der Idee über Bau und Betrieb bis hin zur Abschaltung in einem konsistenten Förderrahmen dar. Der „MINT-Nachwuchs“ soll an diesen Großgeräten attraktive Forschungs- und Karrieremöglichkeiten erhalten. Durch „Vernetzung“ zwischen den Forschungseinrichtungen, den Universitäten und internationalen Partnern sollen Synergien ausgenutzt werden. Und schließlich sollen „Transfer und Partizipation“ sicherstellen, dass die zunächst zweckfreien Ergebnisse der Grundlagenforschung in relevanten Bereichen mit Gewinn zu gesellschaftlichem Fortschritt führen.

Ministerin Wanka ordnet dies ein: „Grundlagenforschung wie die Erforschung von Teilchen, Materie und Universum ist Zukunftvorsorge: Mit einer exzellenten Grundlagenforschung in und aus Deutschland sorgen wir langfristig für die Innovationsfähigkeit unsere Landes vor.“ Aus der Grundlagenforschung, ergänzt sie, gehen „Ideen und Methoden für die Krebstherapie oder für effizientere Solarzellen und Batterien in der Energieversorgung“ hervor.

Seit Januar 2016 war die Agentur für Wissenschaftskommunikation, Dr. Jens Kube – awk/jk – an der Ausarbeitung des Rahmenprogramms inhaltlich, redaktionell und gestalterisch beteiligt. „Mit der Veröffentlichung des Programms hat ein wirklich großes Projekt seinen erfolgreichen Höhepunkt erreicht“, freut sich Jens Kube, Inhaber von awk/jk.


> Rahmenprogramm „ErUM“ auf der Website des BMBF